16. Mai 2016

Aachen: Barbarella

Ab und zu überkommen mich Cupcake- oder Cheesecake-Gelüste. Aber für diesen kleinen Moment extra etwas zu backen, ist wirklichzu aufwendig. Das lasse ich dann lieber andere für mich machen, im heutigen Fall die Crew vom Barbarella.

Erster Eindruck: Alles pink und weiß und schnörklig. Ist selbst mir fast zu viel, und ich bin die so ziemlich pinkste Person, die ich kenne.

Das Essen: Ich hatte – laut Rechnung – „NY Cheesecake Himbeere“. Aber es war kein Cheesecake, schon gar nicht New Yorker. Ich vermute Joghurt, was vielleicht leichter ist, aber bei weitem nicht so lecker. NY Cheesecake muss richtig gehaltvoll sein, so richtig kompakt, nicht leicht und fluffig. Statt des von mir bestellten Saftes bekam ich eine Schorle und der XL-Capucchino meiner Freundin war vieles, aber nicht XL: Bei XL erwarte ich eine Badewanne. Ich habe zuhause Teetassen, die sind größer.

Das Personal: Wollte meine Getränkebestellung aufnehmen, als meine Freundin noch nicht da war; als sie da war, mussten wir erstmal warten. Das Essen kam vor den Getränken (die nur zu 50% korrekt waren, s.o.).

Weiterempfehlen: Das Café ist ganz nett. Aber für „ganz nett“ finde ich es zu teuer. Die Portionen der Frühstücksgerichte sind zu klein, und ins Frosting der Cupcake kommt Gelantine ode so, jedenfalls sehen die immer gut aus, sind aber irgendwie unnatürlich fest. So gelantinig halt. Das märchen-mädchenhafte Ambiente ist in der Stadt einmalig. Und Das Café bietet Burger an, die ich allerdings noch nicht getestet habe. Auch die Torten und das Event-Catering wären noch zu testen. Aber insgesamt eher so ... na ja.

Barbarella Café
Pontstraße 40-42, 52062 Aachen
E-Mail: hello@barbarella-cafe.com
Tel.:  +49 241 160 207 89
http://barbarella-cafe.de/

6. Mai 2016

Zuhause: Süßkartoffelrisotto

Das Risotto und ich standen jahrelang auf Kriegsfuß. Und damit meine ich Risotto ganz im allgemeinen und in allen verfügbaren Varianten. Es brannte mir jedes Mal an. Jedes. Mal. Ich beschloss eines Tages, nie wieder Risotto zu kochen. Ich meine, wozu gibt es denn Restaurants, in denen Profis sich mit diesen Dingen beschäftigen und mir in perfekter Ausführung servieren können? Eben. Aber irgendwann versuchte ich mich doch wieder an diesem Gericht. Und es klappte. Und seitdem liebe ich Risotto.

Gestern habe ich eine neue Variante ausprobiert, die wirklich unendlich lecker ist: Süßkartoffelrisotto (Rezept HIER).

Fazit: Das Rezept ist wirklich einfach, aber man muss ein bisschen Zeit einplanen, da die Süßkartoffelwürfel erst Mal eine halbe Stunde im Ofen rösten müssen. Ich habe übrigens für zwei Personen zwei Süßkartoffeln mittlerer Größe genommen, auch wenn das Rezept weniger vorsieht. Diese Anpassung kann ich nur empfehlen!

Schwierigkeitsgrad:*
Kosten: *
Geschirrintensität: ***

4. Mai 2016

Berlin: BagYard

Sollte einen beim Shoppen im Bikini Berlin der kleine Hunger überkommen, sollte man schnellstmöglich das BagYard aufsuchen.

Erster Eindruck: Nett und modern. Am besten ganz nach hinten durchgehen, da ist es etwas ruhiger.
Und jeder, der Viva con Agua im Angebot hat, fällt bei mir direkt positiv auf.

Das Essen: „Hausgemachtes, hochwertiges und frisches Fast-Food“. Heißt: Sauerteigtaschen mit unterschiedlichsten Füllungen, auch veganen. Süßkartoffelpommes. Quinoasalat. Falafel. Tomaten-Chutney mit Mango.

Das Personal: Es dauerte etwas, bis wir eine Karte bekamen und auch bis wir bestellen konnten. Das Essen war dann aber superfix da.

Weiterempfehlen: Ja. Gesundes Fast Food schmeckte noch nie so gut!

BagYard im Bikini Berlin
Budapester Straße 38-50, 10787 Berlin
Tel.: +49 30 25758829
https://www.facebook.com/BagYardBerlin?fref=ts

3. Mai 2016

Berlin: Bikini Berlin

Das Bikini Berlin bezeichnet sich selbst als „Concept Mall“ und verspricht „Shoppingerlebnisse für die urbane Gesellschaft von Morgen“. Aha. Na dann nichts wie hin!

Das Bikinihaus liegt gegenüber der Gedächtniskirche. Über drei Etagen ziehen sich hier Einzelhandel und Gastronomie. In der Mitte der Mall stehen die Bikini Berlin Boxes, flexible Modulsysteme aus Holz mit kleinen Pop-up-Stores: junge Designer und Künstler finden hier, im Herzen der Stadt und in unmittelbarer Nähe der Haupteinkaufsstraße, temporär eine Plattform, ihre Werke vorzustellen und unter die Leute zu bringen.

Das eigentliche Highlight ist aber die begrünte Dachterrasse auf einem Neubau hinter dem Bikinihaus. Hier befindet sich der „concept space“ SUPER, in dem man shoppen, essen oder Kaffee trinken kann (Neudeutsch heißt das hier „shop eat meet“). Aus dem Panoramafenster des Café-teils hat man einen tollen Blick auf das Affengehege des Zoologischen Gartens.

BIKINI BERLIN
Budapester Str. 38-50, 10787 Berlin
https://www.bikiniberlin.de

2. Mai 2016

Berlin: The Bird Xberg

Ich liebe Burger. In allen Variationen. Leider. Und so konnte ich dem angeblich besten Burger- und Steakladen Berlins nicht widerstehen. Ja, es hat sich gelohnt.

Erster Eindruck: Amerikanisch. Kein Wunder, der Laden wirbt damit ein „New York style bar and steakhouse“ zu sein. Einen wichtigen Hinweis findet man sowohl auf der Website als auch auf der Karte: „Please use your damn hands to eat your burger at the Bird. It tastes better and you uptight folk with your knives and forks are driving us crazy.” (Falls Sie es bis jetzt noch nicht bemerkt haben: Die Kommunikation läuft hier auf Englisch.) The Bird hat 365 Tage im Jahr geöffnet, und es empfiehlt sich eine Reservierung. Es sei denn man geht wie wir am Sonntagabend zu zweit hin.

Das Essen: Sehr lecker. Abzug gibt es für das Burger-Brötchen, was eigentlich ein Toastie ist. Das war eine große Enttäuschung. Nett auch, dass der Burger mit Salat, Gurke und Tomate serviert wird, diese aber neben dem Burger liegen. Außerdem gibt’s eine RIESEN-Portion handgeschnitzter Pommes dazu.

Das Personal: Amerikanische Freundlichkeit ist hier das A und O.

Weiterempfehlen: Auf jeden Fall. Ich würde auch gerne noch einmal hingehen, um all die anderen köstlich (und total ungesund) klingenden Gerichte der Karte zu probieren.

The Bird Xberg
Kottbusser Damm 95, 10967 Berlin, Germany
Tel.: +49 30 61656777
http://www.thebirdinxberg.com/

1. Mai 2016

Berlin: AMANO Grand Central

Oh, Berlin, du meine Liebe. Es war an der Zeit, dich endlich wieder mal zu besuchen. Wenn auch nur für 48 Stunden. Ein großes Lob an die Deutsche Bahn: nicht nur, dass die Züge relativ pünktlich waren, nein, es gab sogar noch Tickets zum Sparpreis und dass, obwohl wir nur dreieinhalb Wochen vor der Fahrt gebucht haben. Für eine stilvolle Übernachtung – ehrlich gesagt waren viele Unterkünfte für die Nacht von Samstag auf Sonntag schon ausgebucht gewesen, was unsere Auswahl etwas eingeschränkt hat – hatten wir das AMANO Grand Central ausgesucht.

Erster Eindruck: Dunkel, stylisch, es duftet gut. Etwas verwirrend ist das Aufzugkonzept: Üblicherweise reicht das Drücken einer Taste, um diesen Ruf an alle verfügbaren Aufzüge zu schicken. Hier muss man jeden Aufzug einzeln rufen, was – ja, genau – zur Folge hat, dass man auch Aufzüge umsonst ruft. Das, liebes Grand Central, solltet ihr noch mal überdenken. Das Hotel verfügt über eine tolle Dachterrasse, und auch über die Lage direkt hinter dem Hauptbahnhof kann man nicht meckern.

Das Zimmer: Sehr schön und sauber. Gut durchdacht. Und ein Traum für Allergiker: weder Teppichboden noch Federkissen! Trotz der Lage sehr ruhig. OK, man hat uns bei Ankunft auch 10 € pro Nacht mehr für das Komfortzimmer abgeknöpft, damit wir nicht Richtung Baustelle schlafen. Ein mieser Zug, aber ehrlich gesagt hat es sich wirklich gelohnt, das ruhigere Zimmer zu nehmen, denn die Baustelle war wirklich verdammt laut. Das Frühstück war im Grunde sehr gut. Allerdings hatte das Personal am Sonntagmorgen wirklich Mühe, das Büffet schnell genug wieder aufzufüllen. Und ein Kellner musste ganz schnell mal alle Saftgläser, weil sie – wie auch Rührei und Croissants – auf einmal ‚aus‘ waren.

Das Personal: Berlinerlisch, halt.

Weiterempfehlen: Ja, ich war wirklich zufrieden.

Hotel AMANO Grand Central
Heidestraße 62, 10557 Berlin
Tel: +49 30 400 300 0
http://www.amanogroup.de/hotels/hotel-amano-grand-central/

22. Februar 2016

Aachen: Cafe Liege

Waffel, der zweite Versuch.

Erster Eindruck: Klein und gemütlich. Im Sommer gibt’s draußen auf dem Fischmarkt viele bunte Stühle, die zum Verweilen und Touristen beobachten einladen. Das Café Liège hat neben der Lokalität am Fischmarkt noch eine in der Mayerschen Buchhandlung (besonders für die Tortenkreationen zu empfehlen); außerdem gibt es zwei Cafés im Franchise in Aachen-Brand und im Missio Haus. Das Café Liège catert auch Süßes und Pikantes.

Das Essen: Herzwaffel mit Sahne. Ganz einfach, ohne Schnickschnack. Geht also doch. Und war so lecker.

Das Personal: Wirklich sehr nett und fix.

Weiterempfehlen: Ein klares Ja. Es gibt hier übrigens noch viele andere belgische Spezialitäten wie Nougat und „Verlorenes Brot“.

Dieses Café hat keine eigene Toilette: Wer mal um’s Eck möchte, muss das wortwörtlich tun – es besteht eine Kooperation mit der Toilette des Aachener Doms, für die man bei Bedarf einen Gutschein erhält.

Café Liège
Fischmarkt 6, 52068 Aachen
Tel.: +(49)241 47579000
www.cafe-liege.de

15. Februar 2016

Aachen: Frascati im Bärenhof

Erster Eindruck: Tradition trifft auf Moderne. Die beige-braune Inneneinrichtung wird ergänzt durch einen riesigen Kupferbraukessel. Der Hauptraum ist mit Schwarzweißfotos pastagenießender Promis dekoriert. Im Nebenraum zieren Wandgemälde und Fotos von Aachen Mitte des 20. Jahrhunderts die Wände.

Das Essen: So was von lecker! Der Pizzaboden hätte für meinen Geschmack etwas dünner sein können, aber der Belag (ich hatte die Calabrese) war unschlagbar. Toll finde ich, dass man die Pizza bei der Bestellung auch verkleinern oder vergrößern kann, je nach Hunger. Einziger Kritikpunkt: Das Schneiden der Pizza gestaltete sich als etwas schwierig, schärfere Messer wären eine gelungene Investition.

Das Personal: Unaufdringlich und zuvorkommend, so wie man es sich wünscht.

Weiterempfehlen: Ganz klar: ja! Übrigens: Das Frascati bietet auch einen Catering- & Party-Service an.

Pizzeria Ristorante Frascati
Templergraben 1, 52062 Aachen
Tel.: +49 241-55918255
http://frascati-aachen.de/

13. Februar 2016

Aachen: Wonder Waffel

Ich liebe Waffeln. Ich wollte mir mal ein Waffeleisen kaufen, aber meine Schwester meinte, das würde man so selten nutzen, ich solle mir doch lieber eins leihen. Habe ich nie gemacht, dafür aber oft Appetit auf Waffeln. Na toll. Aber jetzt gibt’s ja Wonder Waffel in Aachen. „Die besten Waffeln Berlins“ werden hier versprochen – also deren Aachener Äquivalent.

Erster Eindruck: Bunt. Irgendwie Schrill. Sehr imbissig. Die Karte überfordert mich.

Das Essen: Ich wollte doch nur eine Waffel mit Sahne. Und vielleicht ein paar Blaubeeren. Ist das denn so schwer? Anscheinend schon. Denn das gibt es hier nicht. Man wählt Soße. Dann Obst. Dann ein Topping. Dann noch ein Topping für auf das Topping. Dann noch Eis. Die Auswahl: vor allem schokoladenlastig und sehr süß. Ich entschied mich für Erdnussbutter, Zimtäpfel (normale gab’s nicht und eigentlich auch sonst kaum irgendein Obst) und eine Kugel Zimteis. Die nach Nuss schmeckte. Vielleicht auch Nusseis war. Kann ich nicht beurteilen, es war ja Erdnussbutter auf meiner Waffel. Die nicht ganz durch war und die ich nicht fertigessen konnte, weil sie – nicht zuletzt aufgrund des halbgaren Teigs – viel zu mächtig war. Dennoch hatte ich danach noch Hunger ...

Das Personal: Ganz jung und total fröhlich und so. Das junge Fräulein am Tresen konnte dank ihrer sehr langen Fingernägel kaum die Kasse bedienen. Meine Frage, ob auf jeden Teller Schokolade käme, konnte das Personal nur unzureichend beantworten.

Weiterempfehlen: Muss nicht sein. Es sei denn, man möchte noch mal Kindergeburtstag feiern.

Wonder Waffel
Theaterplatz 2, 52062 Aachen
www.wonderwaffel.de

3. Februar 2016

Aachen: Parsley & Fruits

Erster Eindruck: Leer. Und nicht besonders gemütlich. Ehrlich – jedes Mal, wenn ich daran vorbeikomme, sind mindestens die Hälfte der Plätze leer. Und irgendwie ist das Licht zwar warm und alles mit Holz, aber so richtig einladend finde ich es nicht.

Das Essen: Irgendwie ... langweilig. Also schon solide (und die Maiskolben vom Grill sind wirklich sehr lecker), aber irgendwie klingen die Sachen auf der Karte ganz aufregend – „Linsensalat mit Heirloom-Karotten, Fetakäse, Basilikum & Minze“, „Kirschtomatensalat mit Granatapfelkernen, roten Zwiebeln & gebackenem Thymian“ –, es sieht auch alles gut aus, aber schmecken tut’s dann eher fad. Und der hausgemachte Eistee wird nicht in dem Haus gemacht, in dem Parsley & Fruits ist ... Dafür ist in der Karte aber ausführlichst gekennzeichnet, was so (nicht) drin ist. Und das zweisprachig.

Das Personal: Also, so voll war’s ja nicht. Und es ist ja auch nicht wirklich viel zu tun (es gilt hier das Vapiano-Prinzip). Dennoch musste ich sowohl beim Reinkommen als auch beim Bezahlen warten und das warme Wokgericht meiner Freundin war schneller fertig als mein kalter Dip-Teller.

Weiterempfehlen: Och nö. Also, ich würd vielleicht mal das Focaccia „to go“ probieren wollen, aber sonst ... Eher nicht.

PS: Warum auf der Getränkekarte das im Englischen als „energy drink“ gekennzeichnete Getränk im Deutschen „Smartdrink“ heißt, muss man auch nicht verstehen.

Parsley & Fruits

Markt 17-21, 52062 Aachen
Telefon: +49 241 99700282
www.parsleyandfruits.com


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